15.09.2016

The Mysterious Wesendoncks

Ann Hardy Beardshall: The Mysterious Wesendoncks. Bland, VA 2016The Mysterious Wesendoncks


⌂ 2016

Buch, Monografie


2016 veröffentlichte die Archivarin aus Bland, Ann Hardy Beardshall, ihr Buch zu den Wesendoncks und Ostermayers: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883.


Ann Hardy und ihr Mann Elmar Beardshall
 Ann Hardy Beardshall zusammen mit ihrem Mann Elmar an einem Stand der Historical Society.
 
Ann Hardy Beardshall präsentierte ihr neues Buch The Mysterious Wesendoncks of No Business, Bland County, VA (1850-1883) während des vierteljährlichen Treffens der Historischen Gesellschaft am 24. September 2016 mit anschließender Signierung (Der Buchladen).

In diesem Buch geht es um den Lebensweg von August Wesendonck (* 20.04.1819, Elberfeld - † 03.10.1870, Hollybrook), dem jüngsten Bruder von Otto Wesendonck, dem Ehegatten von Mathilde.
Er war verheiratet mit Marie Louise Ostermayer (Mary Louisa) (* 01.03.1819, Elberfeld - † 05.05.1883, Philadelphia) und begründete die Farm "Cluxi" in Virginia, USA, die heute noch im Bland County bewirtschaftet wird.
Das Buch gibt einen Überblick über die Familien Wesendonck, Ostermayer und Nidermaier, wo sie herkommen und warum es viele Familienmitglieder in die USA verschlagen hat. Der lange Weg von August und Mary bis zur Gründung ihrer Farm wird ausführlich beschrieben. Auch sein Eintreten für die Konföderierten - seine Brüder Hugo und Otto standen auf der Seite der Union im Amerikanischen Bürgerkrieg - wird hier umfassend beleuchtet. Ann Hardy Beardshall hat umfangreiches Archivmaterial und die Familienchroniken studiert.
Es ist ein gut recherchiertes Buch, das dazu beiträgt, die Spuren der Deutschen in der Amerikanischen Geschichte weiter zu verfolgen.
Das Buch umfasst 10 Kapitel und einen umfangreichen Anhang und Anmerkungen.  Zahlreiche farbige und schwarz/weiße Bilder illustrieren das besprochene.

Table of Contents:
  • Timeline for the Wesendoncks of Bland County, Virginia
  • Preface and Acknowledgments
  • Prologue
  • Chapter 1: The Wesendonck Family - Elberfeld, Prussia (1811 - 1848)
  • Chapter 2: Immigration to America - Wesendoncks, Ostermayers, Nidermaiers (1840 - 1850)
  • Chapter 3: August Wesendonck weds Maria Louisa Ostermayer (1849 - 1850)
  • Chapter 4: The Wesendoncks of Cluxi - No Business (Giles County), VA (1850 - 1860)
  • Chapter 5: The Wesendoncks of Cluxi - No Business (Giles County), VA (1860 - 1861)
  • Chapter 6: August Wesendonck's Role in the Civil War (1861 - 1865)
  • Chapter 7: The Wesendoncks Return to Cluxi (1865 - 1870)
  • Chapter 8: Cluxi After the Death of August Wesendonck (1871 - 1883)
  • Chapter 9: The Otto Niedermaiers of Cluxi (1883 - 1900)
  • Chapter 10: The Wesendonck Legacy - No Business (Bland County) VA (1906 - 2016)
  • Epilogue
  • Appendix A: The Genealogy of the Wesendonck, Ostermayer and Nidermaier Families
  • Appendix B: Legislative Act to Form the County of Bland (VA) - March 30, 1861
  • Appendix C: U.S. Agricultural Census for August Wesendonck (1850 - 1880)
  • Appendix D: Land Grant to Walter Wesendonck from the Governor of Virginia (Plat and Survey for Cluxi)
  • Annotated Endnotes
  • About the Author  

Dr. Ann Hardy Beardshall während der Präsentation ihres Buches vor Historikern
Dr. Ann Hardy Beardshall während der Präsentation ihres Buches vor Historikern.

Ohne der aktiven Mitwirkung des Mathilde-Wesendonck-Verbands-Mitgliedes Thomas Seidel und diesem Blog wäre dieses Buch wohl nie so entstanden:
In November, 2012 as a volunteer researcher for the Bland County Historical Society, I answered an inquiry from Thomas Seidel of Berlin, Germany concerning the subject of this historical glimpse, August Wesendonck. Mr. Seidel had “googled” the name Wesendonck and received several “hits” which included the road sign for Wesendonck Road in Bland County, VA as well as a picture of the Wesendonck United Methodist Church. He wanted to know if there was any possibility that the person for whom these two places were named in Bland County had a connection to his research project. [1]

Beardshall, Ann Hardy: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883
 Beardshall, Ann Hardy: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883.
 
  • Beardshall, Ann Hardy
    The Mysterious Wesendoncks

    No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883
    = externer Link Bland County Historical Society: Bland County Historical Glimpses. IV
    Bland, VA 2016, 8.5" x 11", 274 pp, $25.00 (at the BCHS office), Shipping $5.00
    August Wesendonck was a prominent Bland County resident who played an important role in the formation of the county, and in support for the civil war from this area.

 

Bilder:
  1. Beardshall, Ann Hardy: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883. (= Bland County Historical Society: Bland County Historical Glimpses. IV) Bland, VA 2016.

Quellen:
  1. Preface/Acknowledgments. In: Beardshall, Ann Hardy: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883. Bland, VA 2016, p. 5. 

Links:

Bibliografie:
  • Beardshall, Ann Hardy: The Mysterious Wesendoncks. No Business, Bland County, VA. 1850 - 1883. (= Bland County Historical Society: Bland County Historical Glimpses. IV) Bland, VA 2016. 


28.02.2016

Familie Wesendonck

Otto WesendonckFamilie Wesendonck



Otto Wesendonck (Kaufmann, Mäzen) 
Agnes Luckemeyer (Lyrikerin, Autorin, Muse)



Diese beiden Personen sind die "Haupthelden" meines Blogs.


Otto Wesendonck (* 1815 - † 1896, seine Familie) und Agnes Luckemeyer (* 1828 - † 1902, ihre Familie) wuchsen in Elberfeld auf und lernten sich 1847 kennen. Am 12.01.1848 feierten sie Verlobung und am 19.05.1848 heirateten sie in Düsseldorf.

Die Familie war in New York, wo Ottos Firma Loeschigk, Wesendonck & Co. ansässig war, aber vor allem in Zürich, Dresden und Berlin wohnhaft, wo sie prächtige Villen ihr Eigen nennen konnten. Eine reichhaltige Bibliothek und Gemäldesammlung gehörte zu ihrem Heim.
  
Vor allem durch die Freundschaft zu Richard Wagner, hauptsächlich während seiner Züricher Asyl-Zeit, lassen beide in bleibender Erinnerung weiterleben. Otto war ein großer Mäzen der Wagnerischen Kunst und Mathilde war seine Muse. Beide haben sich gegenseitig beeinflusst.

Das Ehepaar hatte 5 Kinder (4 Söhne, 1 Tochter): 
  • interner Link Paul (* 1849 - † 1850) 
  • interner Link Myrrha (* 1851 - † 1888)
  • interner Link Guido (* 1855 - † 1858)
  • interner Link Karl (* 1857 - † 1934)
  • interner Link Hans (* 1862 - † 1882)
 
Myrrha heiratete 1872 Moritz Freiherr von Bissing (* 1844 - † 1917).
Sie hatten 1 Kind (1 Sohn):

Karl heiratete 1883 die Gräfin Eveline von Hessenstein (* 1861 - † 1945).
Sie hatten 2 Kinder (1 Sohn, 1 Tochter):

Verschiedene mit der Familie bekannte Künstler malten Bildnisse der Familienmitglieder.  


Bilder:
  1. Otto Wesendonck. Fotografie um 1895.

Links:


25.02.2016

Paul Wesendonck

Kein BildPaul Wesendonck



* 1849 - † 1850

Sohn von Otto und Mathilde Wesendonck


Er war ein Sohn von Otto und Mathilde Wesendonck.


Er wurde am 27.11.1849 als erstes Kind in Düsseldorf geboren (Familie). 
Nach nur nicht einmal vier Monaten verstarb er am 21.03.1850. Er wurde in Düsseldorf beerdigt.


24.02.2016

Myrrha Wesendonck

Myrrha WesendonckMyrrha Freifrau von Bissing,
geb. Wesendonck



* 1851 - † 1888

Tochter von Otto und Mathilde Wesendonck


Sie war die Tochter von Otto und Mathilde Wesendonck und die Frau des Offiziers Moritz Freiherr von Bissing.


Sie wurde am 07.08.1851 in Zürich geboren und wurde am 07.10.1851 getauft (Familie).

Joseph Kopf äußerte sich in seinen Erinnerungen über sie:
Das Töchterchen Myrrha Wesendonk ist ein liebes, feines, sanftes und gescheites Mädchen; oft ist sie dabei, wenn Frau Wesendonk zu Wagen mir die Umgebung von Zürich zeigt. [1]

Richard Wagner nannte sie in einem Brief auch "Myki".  [2]
Am 19.01.1859 schrieb er an Mathilde Wesendonck aus Venedig:
... Gewiß schreibe ich auch einmal an Myrrha: die wird Augen machen! Bereiten Sie sie nur auf meine Handschrift vor. ... [3]
So schrieb er ihr denn auch am 10.03.1859 einen mehrseitigen Brief mit u. a. folgende Zeilen:
Meine liebe Myrrha!
Das war ja ein ganz wunderschöner, wirklich geschriebener Schreibebrief, den Du mir geschrieben hast! Wer es nicht glauben will, der möge ihn selbst sehen! Mein Kind, so schön kann ich nicht schreiben; dazu bin ich schon viel zu alt! Wenn Du daher in meiner Antwort etwas nicht verstehen kannst, so bitte die Mama, wie sie Dir mit schönem Erfolge im Schreiben Unterricht ertheilt habe, möge sie Dir nun auch im Lesen beistehen. Zwar gibt es manches, was Du auch ohne die Mama wirst lesen können, das bezweifle ich keinen Augenblick; aber mit einem Briefe von mir wird es schon deshalb viel schwerer gehen, weil ich noch nie einer Myrrha das Schreiben gelehrt habe. So habe ich mich denn gewöhnt, ganz auf meine Weise zu schreiben, die Dir wohl etwas undeutlich vorkommen wird. Aber Mama soll helfen. –
Nun danke ich Dir recht sehr, meine liebe Myrrha, und es war recht schön von Dir, daß Du nicht gezweifelt hast, auch ich habe mit Euch um den lieben Guido geweint. Wenn Du ihm wieder Blumen schenkst, grüße ihn auch von mir! Sehr gefreut hat es mich, von Dir zu erfahren, daß der Karl so schön wächst. ...
Und grüße auch Papa und Mama recht schön; an Mama, die immer so gut ist zu schreiben, was bei Euch vorgeht, gib den beiliegenden Brief, und bitte sie recht schön, ruhig und heiter zu sein, wogegen Du ihr versprechen kannst, nun auch im Lesen recht fleißig sein zu wollen, damit Du bald meine garstigen Buchstaben ohne Hilfe lesen könnest. Dann bleiben wir beide gehörig im Briefwechsel! –
Und nun leb' wohl, liebe Myrrha! Hab' nochmals Dank und grüße den Karl auch noch recht schön von Deinem

Freunde und Onkel Richard Wagner. [4]
Und am 23.05.1859 schrieb er aus Luzern an ihre Mutter dann folgende Sätze:
... Und wie geht es sonst? Hat Myrrha gestern meine Depesche schön lesen können? Ich hatte sie sehr sauber geschrieben. Aber Mykis Handschrift wird immer schöner; wenn sie so fortfährt, bringt sie's noch bis zur Hand der Mutter, über die nun dann allerdings es nicht mehr hinausgeht. ... [5]

Der Freund des Hauses Wesendonck und der Philologe Ludwig Ettmüller, der im Jahre 1861 Professor der deutsche Sprache und Literatur am Zürcher Gymnasium war, schenkte zu Weihnachten dieses Jahres ihr das Buch mit der epischen Dichtung Columbus von Salomon Cobler (Zürich 1846) und schrieb diese Widmung hinein:

Ludwig Ettmüller: Widmung an Myrrha Wesendonck, 1861
Widmung Ludwig Ettmüllers an Myrrha Wesendonck, 1861 im Buch Columbus.
Seiner lieben kleinen anmuthigen Myrrah Wesendonck zu Weihnachten 1861 von
Ludw. Ettmüller.
[6]

Myrrha Wesendonck(Vergrößern 2) Im August 1871 komponiert Friedrich Hegar zum 20. Geburtstag von ihr den Marsch für Klavier 4hdg, G-Dur.

Am Sonntag, dem 01.10.1871 gaben ihre Eltern die Verlobung bekannt.
1872 zog sie mit ihren Eltern nach Dresden in die Wienerstraße 14
Am 22.08.1872 fand die Hochzeit mit dem Offizier Moritz Freiherr von Bissing (* 1844 - † 1917), Schwestersohn von Eliza Wille, statt. Cosima vertraut am 20.08.1872 ihrem Tagebuch u. a. folgenden Satz an:
R. setzt die Widmung der Götterdämmerung für den König auf und schreibt einige schöne Zeilen an Myrrha Wesendonck zu ihrer Vermählung. [7]

Myrrha von Bissing(Vergrößern 3) Am 22.04.1873 wurde ihr Sohn Friedrich Wilhelm (* 1873 - † 1956) geboren.

Da ihr Mann die militärische Laufbahn eingeschlagen hatte, blieben häufige Ortswechsel nicht aus. 1882 diente er in Bonn, 1883 wechselte er nach Berlin und 1887 zogen sie nach Potsdam.

Gerade einmal 37-jährig verstarb sie am 20.07.1888 in München, wo sie im Luftkurort Oberaudorf zur Erholung weilte.

Sie wurde im Familiengrab der Wesendoncks, welches im Jahr 1882 erworben wurde, beigesetzt.

Familiengrab Wesendonck Alter Friedhof Bonn
Familiengrab Wesendonck - Alter Friedhof Bonn.


Bilder:
  1. Vergrößern Ausschnitt: Willich, Cäsar: Myrrha Wesendonck im 10. Lebensjahr. 1861, Öl a. Lwd., 61,5 x 50 cm. [SMB 1991/G345] (s. a.: Familien- und Freundesbildnisse)
    Mit freundlicher Genehmigung: StadtMuseum Bonn.  
  2. Myrrha Wesendonck (Sammlung Jürg Wille). 
  3. Myrrha von Bissing.

Quellen:
  1. Kopf, Josef von: Lebenserinnerungen eines Bildhauers. Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart und Leipzig 1899, S. 259.
  2. Kapp, Julius (Hrsg.): Brief vom 23.05.1859. In: Richard Wagner an Mathilde und Otto Wesendonk. Tagebuchblätter und Briefe. Hesse & Becker Verlag, Leipzig 1915, S. 199. 
  3. Will, Gustav (Hrsg.): Richard Wagner an Mathilde und an Otto Wesendonk. Tagebuchblätter und Briefe. Verlag von Th. Knaur Nachf., Berlin o. J. (um 1920), S. 124.  
  4. Ebenda. S. 131 ff.   
  5. Ebenda. S. 150. 
  6. Cobler, Salomon: Columbus. Epische Dichtung. Verlag von Meyer und Zeller, Zürich 1846. 
  7. Wagner, Cosima: Die Tagebücher. Band I. 1869 - 1877. Ed. u. komm. von Martin Gregor-Dellin und Dietrich Mack. R. Piper & Co. Verlag, München 1976, S. 563-564. 


23.02.2016

Guido Wesendonck

Guido Otto WesendonckGuido Otto Wesendonck



* 1855 - † 1858

Sohn von Otto und Mathilde Wesendonck


Er war ein Sohn von Otto und Mathilde Wesendonck.


Er wurde am 13.09.1855 als drittes Kind des Ehepaares Wesendonck in Zürich geboren (Familie).

Er wurde nur 3 Jahre alt und verstarb am 13.10.1858 in Zürich.
Innerhalb von nur neun Jahren verloren sie auch ihren zweiten Sohn nach Paul.

Er wurde neben der Villa auf dem grünen Hügel im heutigen Rieter-Park beerdigt. (externer Link Google-Maps

Grab Guido Wesendonck
Marmorsarkophag mit schlafendem Kinde: Grab Guido Wesendonck.
Anwesen der Villa Wesendonck (Hohe Promenade, Rieterpark)
Mit freundlicher Genehmigung: smannion (flickr)

In ihrem Gedichtband Gedichte, Volkslieder, Legenden, Sagen aus den Jahr 1862 veröffentlichte Mathilde Wesendonck den Gedichtszyklus An Guido, bestehend aus 5 Gedichten.

     O sieh' mich einmal nur noch an,
Wie du es lächelnd oft gethan!
O thu' mir einmal nur noch kund
Das Wort aus deinem Kindesmund! [1]

 

Bilder:
  1. Vergrößern Ausschnitt aus: Kietz, Ernst: Mathilde Wesendonck mit Sohn. Pastellbild 1856 (Der Buchladen). Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth.

Quellen:
  1. Wesendonck, Mathilde: An Guido II. In: Gedichte, Volkslieder, Legenden, Sagen. Druck E. Kiesling, Zürich 1862, S. 29.

Links:

Bibliografie:
  • Wesendonck, Mathilde: Gedichte, Volkslieder, Legenden, Sagen. Druck E. Kiesling, Zürich 1862.