Sammlung

Gemäldegalerie und Bibliothek von Otto Wesendonck



Aus der Sammlung Wesendonck.
De Cock, Jan Wellens: St. Christopher trägt das Jesuskind (Saint Christopher carrying the Infant Christ).
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Otto Wesendonck war ein Amateur-Sammler von Gemälden. 1888 veröffentlichte er in Berlin seinen Katalog Gemälde-Sammlung von Otto Wesendonck in Berlin.
Seine Sammlerleidenschaft umfasste die Zeit Ende des 15. bis Anfang des 18. Jahrhunderts. Sein Ziel war es, Beispiele der wichtigsten Meister aus dieser Periode zu bekommen. Er beauftragte keinen "Agenten", suchte selbst seine zukünftigen Bilder aus. Es kam auch vor, dass er wissentlich eine Kopie oder ein Gemälde der jeweiligen Schule erwarb.
In der Villa Wesendonck in Zürich fanden sie einen würdigen Platz. Auch nach seinen Umzügen nach Dresden bzw. Berlin erhielt die Gemäldesammlung eigene und geeignete Räume für die Präsentation.

In einem humoristischen Brief an Standhartner vom 5. Mai 1862 schreibt Cornelius von einem Empfang bei Wesendonk, wie ihm "ein Studirzimmer mit seinen Möbeln, Bildern, Bibliothek, Staffelei, Uhr und Geräthschaften nicht entgegenfunkelte, sondern dunkelte", wie "sich nun der Königsbürger vor mir entwickelte, der sein Leben dichtet, wie Wagner seine Opern, der von Amerika und Italien spricht, wie ich von der Wohnung meines Hausmeisters", wie er ihm "plötzlich durch die Wunder seiner grossen roten Mappe zum erstenmal im Leben eine eigentliche Idee von Raphael gibt". Vornehme, prächtige und stille Räume tun sich auf, in denen der Hausherr als edler Kunstfreund waltet. [1]




Rosenkranz, Karl: Göthe und seine Werke. Königsberg, Gebr. Bornträger 1856
Exlibris Otto Wesendonck. (1)
Rosenkranz, Karl: Göthe und seine Werke. Gebr. Bornträger, Königsberg 1856.
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Welche Bücher die Bibliothek von Otto und Mathilde Wesendonck insgesamt umfasste, kann wohl niemand mit Bestimmtheit sagen. Doch in den Antiquariaten tauchen immer mal wieder Bücher auf, die mit einem Exlibris von Otto Wesendonck versehen sind. Mit der freundlichen Hilfe von Herrn Terp, der die einmalige Gelegenheit hatte, den Bibliotheksnachlass zu erwerben, konnte ich diese Liste zusammenstellen, in der über 120 Bücher aufgelistet sind. Die Bibliothek muss aber mehrere Hundert Bücher umfasst haben.
Hier ein paar Beispiele:



Bilder:
  1. Mit freundlicher Genehmigung:

Quellen:
  1. Golther, Wolfgang: Zur Einführung. In: Briefe Richard Wagners an Otto Wesendonk. 1852 - 1870. Verlag von Alexander Duncker, Berlin 1905, S. VII. 

Bibliografie:
  • Galland, Georg: Besichtigung des Wesendonckschen Hauses sowie der Gemälde-Galerie. In: Gesellschafts-Vorstand (Hrsg.): "Brandenburgia." Monatsblatt der Gesellschaft für Heimatkunde der Provinz Brandenburg zu Berlin. Unter Mitwirkung des Märkischen Provinzial-Museums, herausgegeben vom Gesellschafts-Vorstande. VIII. Jahrgang 1899 1900. Druck und Verlag von P. Stankiewicz' Buchdruckerei, Berlin 1900, S. 118 - 122.


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