20.09.2010

Märchen und Märchen Spiele

Mathilde Wesendonck: Märchen und Märchen-Spiele. 1864Märchen und Märchen-Spiele


1864

Kinderbuch


Ihr Kinderbuch Märchen und Märchen-Spiele veröffentlichte Mathilde Wesendonck 1864 in Zürich.


Ihre Märchen und Märchen-Spiele sind ein Beispiel ihres vielfältigen Schaffens. Dieses ihren Kindern (Myrrha, Carl, Hans) gewidmete Buch (211 / 212 S., Privatdruck, anonyme Kleinauflage, Düsseldorf, Druck von David Bürkli, Zürich) umfasst Gedichte, Versepen, Prosamärchen und Bühnenstücke für Kinder [ZBZ AA 141] [SAZ Bb 1629 USTAR] [ULBD DLIT28367].

Das Titelbild, ein kolorierter Stich, wurde vom Düsseldorfer Landschaftsmaler externer Wiki-Link Caspar Scheuren (* 1810 - † 1887) geschaffen.

Damit hat sie sich einen bleibenden Stellenwert in der Kinderliteratur erarbeitet.

Mit diesem Vorspruch beginnt das Buch:

Meinen Kindern

Myrrha, Carl, Hans.

Dem Kleeblatt, Dem in Leid und Lust
Treu diese Brust geschlagen,
Ihm soll's in künft'gen Tagen
Vom Mutterherzen sagen,
Wie sehr es sie geliebt.

Im März 1864.

1900 erschien ebenfalls anonym in Berlin in der Buchdruckerei Gutenberg (Charlottenburg) eine textlich unveränderte Neuauflage [SAZ VII.84 II B].
Diese trägt die Widmung:

für meine Enkel Inga und Otto Günther

Inhaltsverzeichnis
  • interner Link Der fremde Vogel 
  • interner Link Das Zuckerhäuschen 
  • interner Link Christabend  
  • interner Link Der Schwan 
  • interner Link Die Waldfrau 
  • interner Link Dorn-Röschen 
  • interner Link Das Mährchen vom treuen Schwesterlein, oder: Von den sieben Raben 
  • interner Link Rothkäppchen 
  • interner Link Perseus 
  • interner Link Siegfried 
  • interner Link Aschenputtel  

Im Jahre 2002 gab Heinz Rölleke im Wissenschaftlichen Verlag Trier (WVT) eine neue Ausgabe (XV, 229 S.) heraus [SIKJM 391 WES].
Man kann die seit 1861 verfaßten und 1864 veröffentlichten elf Texte als dergestalt unverächtliche Details in der Geschichte der Kinderliteratur ansehen, und man wird sie darüber hinaus als künstlerische Produkte aus dem unmittelbaren Umfeld Richard Wagners, die als solche und als Echo auf Werk und Wirkung des großen Dichterkomponisten Beachtung verdienen, auffassen. [2]

 

Zwei ihrer Stücke dienten als Libretti von Märchenopern und Bühnenstücken.

Das Bühnenstück Aschenputtel (in drei Aufzügen) wurde von Heinrich Schulz-Beuthen als erste Märchenoper (Der Zauberschlaf) vertont.

Der Liedkomponist Adolf Pfanner schuf 1929 das Bühnenstück Rotkäppchen, Märchenspiel in vier Aufzügen von Mathilde Wesendonck / Neuausg., Musik und Szenenentwurf von Adolf Pfanner.
Das Textbuch erschien 1929 im Volksvereins-Verlag, München-Gladbach (24 S.) [SBB Mus. T 220].

Der Regisseur Andreas Kröper inszenierte Rotkäppchen - Eine Zürcher Kinderoper in drei Aufzügen mit Prolog - im Rieterpark.

 

Bilder:
  1. Vergrößern  Wesendonck, Mathilde: Märchen und Märchen-Spiele. Zürich 1864. 

Quellen:
  1. Wesendonck, Mathilde: Märchen und Märchen-Spiele. Zürich 1864.
  2. Rölleke, Heinz (Hrsg.): Vorwort. In: Mathilde Wesendonck: Märchen und Märchenspiele. Trier 2002, S. VIII.

Links:

Bibliografie:
  • Wesendonck, Mathilde: Märchen und Märchen-Spiele. Selbstverlag, Druck von David Bürkli, Zürich 1864. 
     
  • Rölleke, Heinz (Hrsg.): Mathilde Wesendonck. Märchen und Märchenspiele. Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 2002. 


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